Dienstag, 29. Juli 2014

Schupfen abgebaut

Der Schupfen war ganz wichtig in den letzten Monaten, als Unterstand für die verbliebenen Dinge der beiden abgerissenen Häuser, die wir als begnadete Sammler unbedingt behalten wollten.
Der Schupfen war aber undicht, eigentlich nur mehr durch eine immens wuchernde Knöterich Pflanze zusammengehalten, und ist am Wochenende von den Dölla-boys abgebaut worden, damit ein neuer Schupfen aufgebaut werden kann.
Beim Ausräumen kam unter anderem zum Vorschein:

  • unser schöner bunter Hängesessel, von Mäusen zernagt
  • diverses Geschirr, nass vom Regen, mit ersoffenen Insekten darin
  • ein gußeiserner Ofen, wo sich bei über 30 Grad niemand vorstellen konnte, warum wir den aufgehoben haben

und noch so Sachen. Vieles ist jetzt am Bauhof.


Ah, da drunter sind die Dachziegel ....


Der junge Mann hat wirklich alle Bretter abgebaut !!!




Eine der vielen netten Nachbarinnen hat uns Brombeeren in ihrem mustergültigen Obst- und Gemüsegarten pflücken lassen, das war eine willkommene Erfrischung für die Schwerarbeiter. Und der "Besuch der jungen Dame" verlief äußerst nett und brachte - man glaubt es kaum - ausschließlich positives feedback, das in echter Begeisterung gipfelte !!! Sogar weitere Besuche wurden angekündigt :-) Hach, ist das schön, wenn der Funke überspringt...



Aus folgender Perspektive haben wir aufgrund der Umleitung wegen der Straßensanierung unser Haus zum ersten Mal gesehen, und *wow* das stellt schon was dar. Es hat uns jemand gesagt: es steht da, als hätte es immer schon da gestanden. Na, das nehmen wir gleich als Kompliment, dass unser Weinviertler Haus so gut ins Weinviertel passt.
Obwohl noch keine Fenster und Türen drin sind, haben wir an diesem Wochenende das erste Mal in unserem Haus geschlafen - auf den noch nicht verbauten Dämmmatten. Ging bestens (nach Bierkonsum). Übrigens habe ich nachher erfahren, dass laut alter polnischer Weisheit ein Haus nur an einem Samstag bezogen werden darf (und eventuell auch Mittwoch, da war sich sich die Informantin nicht so sicher...), und wir haben wieder mal richtiges Gespür gehabt: unser quasi-Einzug war Samstag :-)


Dienstag, 8. Juli 2014

Eingedeckt


Wir sind eingedeckt! Mit Dachziegeln, und sonst auch :-)
Da steht's, das Haus, gedämmt und mit Dach, und sieht einfach schmuck aus!











In 2 Stunden hat das bewährte Team 4,5 Tausend Ziegel in 20 Kilo Paketen auf das Dach geschlichtet, und das bei einer Dachneigung von 45 Grad (Südseite) - das ist nur was für echte, harte Männer.
Das Dachdecken selbst - Ziegel für Ziegel einhängen -sieht vom Zuschauerrang wie Puzzlelegen aus, vor allem am Rand ist es "Fitzelarbeit", und die Dachdeckerriege darf sich trotz aller Anstrengung keinen einzigen Fehltritt erlauben, denn es geht steil und tief bergab, und das ohne Netz.
Jede Muskelfaser ist angespannt beim Balanzieren auf den Dachlatten, und ich höre nach 3 vollen Arbeitstagen mit Dachdecken und Spenglerarbeiten ab und zu ein: Ich spüre Füße nimma.

Wieder einmal: meine Hochachtung !!!! Und danke.






Auch unterm Dach hat sich viel getan, die Wände sind mit Natur gedämmt: Hanfdämmung und Holzfaserdämmung. Diese natürlichen Rohstoffe waren gut und sauber zu verarbeiten, sofern man den richtigen Elektro-Fuchsschwanz hat - den es nach eintägiger Recherche in ganz Österreich nicht lagernd gab und aus dem Fußballweltmeisternachbarland bestellt werden musste.
Und es hat wieder einmal so gut gerochen ;-) 

Wer mehr über die natürliche Dämmung wissen will: http://www.haeuser-in-wolle.at/



Im eigenen Zimmer mit Aussicht aufs Baumhaus. Cool.