Mittwoch, 16. April 2014

Hochbeet Nr. 1

Wir warten auf den Osterhasen und auf den Baubeginn (in dieser Reihenfolge) und haben die Zeit genützt, um unser Hochbeet Nr. 1 zu bauen. Wir haben dazu die alten Holztram von den abgebrochenen Häusern verwendet.
Nun freuen wir uns auf die sagenhaft üppige Ernte, die so ein Hochbeet liefern soll.




Samstag, 5. April 2014

Frühling auf der Baustelle

Unbeeindruckt von Staub und Lärm 


sind die Kirschblüten explodiert. Eine Pracht. So weiß, diese tausenden Blütenkelche. Die Heerscharen von Spatzen beherrschen die Sträucher ringsum und pfeifen uns was. Die Tauben sehe ich nicht mehr, habe wir sie vertrieben? Ich liebäugle ja mit einem Taubenkobel ...




Es ist ja hochinteressant, wie die Kinder Szenen aus dem Alltagsleben nachspielen, den Wortschatz übernehmen, Mimik und Gestik nachahmen. Gar nicht wehren kann man sich dagegen. Bei uns sind derzeit Stein und Erde und Holz und Gatsch elementar. Und so richtig fachsimpeln kann man mit dem Nachwuchs, über gutes und schlechtes Baumaterial, das Fingerspitzengefühl von Baggerfahrern und die Differenz von Plänen und Realität.




Wenn man diese Fotos in einigen Jahren auf einem behaglichen Sofa in einem gemütlichen Wohnraum betrachtet,  der genau an dieser Stelle entstehen wird, dann wird mildes Kopfschütteln und tiefes Seufzen über diese Phase in unserem Leben den schier unglaublichen Arbeits- und Energieeinsatz wie aus einem anderen Leben erscheinen lassen. Ja, so war das damals in der Bauphase, kannst dich noch erinnern wie wir .... und weißt noch dass wir ursprünglich ..... aber dann ist uns diese Variante besser erschienen .... gottseidank haben wir dann doch noch .....

Der Abbruch



Das wird einer der Lieblingsplätze


Eine alte Bank von einem der Abbruchhäuser, die wochenlang an der Straße gestanden ist, und niemand hat sich ihrer erbarmt und sie mitgenommen. Jetzt haben wir sie auf die "Weide" gestellt, unter zwei mickrige städtische Birken (die sich hoffentlich noch an die Landluft gewöhnen werden und die auch ihre Daseinsberechtigung haben dürfen), dort passt die Bank perfekt. Wenn man auf dieser Bank an diesem Birken-Weiden-Platz sitzt, glaubt man sich in einem Heißluftballon - herrliche Sicht über den Ort, das Tal, über die Weinviertler Hügel bis zu den Karpaten.






Die Topfpflanzen haben den Winter im Stall erstaunlicherweise überlebt - auch ohne Gießen, fast alle jedenfalls. Nun dürfen sie ins Freie, werden mit Kompost aufgepäppelt und mit Sonne und Wasser genährt. Die selbstgebaute Bank davor - übrigens schon im Weinviertel ein Stück weit herumgekommen - und aus diesem Blickwinkel ist fast die zukünftige Normalität unseres Gartens erahnbar. Man darf sich halt nicht umdrehen und auf die Baustelle schauen ...
Zugegeben, Peter ist nur fürs Foto auf dieser Bank gesessen, keine 60 Sekunden. Aber ausschauen tut's idyllisch :-)
Und jetzt ist außerdem die einmalige und kurz begrenzte Zeit, wo mit einem Traktor im Haus gefahren werden darf - nützen, nützen junger Mann!





Der Abbruch


Jetzt sind sie weg, die alten Häuser. Der Bagger hat die Wände wie bei Kartenhäusern umgestoßen, zerlegt, dem Erdboden gleichgemacht. Und das in einem Tag.
Aufgebaut in vielen Arbeitsstunden, renoviert über mehrere Jahrzehnte, und in kurzer Zeit wieder alles rückgängig gemacht.
Wir haben im Schutt noch nach schönen alten Ziegeln und großen Steinen gesucht, und dabei den einen oder anderen Gedanken an die "Trümmerfrauen" gesendet, die nicht wohlgenährt und mit der Aussicht auf eine heiße abendliche Dusche tagtäglich den Schutt aufgeräumt haben. Nachträglich meine Hochachtung!